Verstopfung (Obstipation)

Viele Menschen leiden an Verstopfung, besonders ältere. Betroffene berichten unisono: “Es ist mehr als nur ein unangenehmes Gefühl, es beeinflusst den gesamten Alltag, die Lebensqualität, ja sogar die Psyche.” Zudem kann Verstopfung ein Symptom für ernstere Gesundheitsprobleme sein.

Inhaltsverzeichnis

In diesem Artikel beleuchten wir, was Verstopfung genau ist, warum sie entsteht und wie man sie effektiv behandeln kann. Wir geben Ihnen hilfreiche Tipps und Hausmittel an die Hand, um den Darm wieder in Schwung zu bringen und das Völlegefühl zu lindern.

Was ist Verstopfung?

Verstopfung, medizinisch auch als Obstipation bekannt, bezeichnet eine Verzögerung oder Schwierigkeit bei der Darmentleerung, die über einen längeren Zeitraum anhält. Betroffene haben oft weniger als drei Stuhlgänge pro Woche, wobei der Stuhl hart, trocken und schwer auszuscheiden ist. Dies führt zu Unbehagen, Blähungen und einem Gefühl der unvollständigen Entleerung.

Unterscheidung zwischen akuter, intermittierender und chronischer Verstopfung

Es gibt verschiedene Arten von Verstopfung, die sich in der Häufigkeit und Dauer der Symptome unterscheiden. Diese Unterscheidung ist wichtig für die Wahl der Behandlungsmethode und für das Verständnis der möglichen Ursachen. Betrachten wir daher die drei Varianten näher:

  1. Akute Verstopfung: Diese Form tritt plötzlich auf und hält meist nur kurze Zeit an. Die Beschwerden können sehr heftig sein, klingen aber in der Regel schnell wieder ab, sobald die auslösende Ursache beseitigt ist.
  2. Intermittierende Verstopfung: Diese Verstopfung kommt und geht. Die Betroffenen erleben Phasen mit normalem Stuhlgang, gefolgt von Phasen mit Stuhlstauung.
  3. Chronische Verstopfung: Diese Art der Verstopfung ist dauerhaft und hält über mehrere Monate an. Menschen mit chronischer Verstopfung benötigen eine langfristige Behandlung oder Anpassungen des Lebensstils.

Ursachen von Verstopfung

Falsche Ernährungsgewohnheiten, ein ungesunder Lebensstil, medizinische Indikationen und Medikamenteneinnahme – es gibt eine Vielzahl von Auslösern, die zu Verstopfung führen können. Um die richtige Behandlung zu bestimmen, muss zuerst die Ursache gefunden werden.

Akute Obstipation

Akute Obstipation kann durch Ereignisse wie Stress, Reisen, Ernährungsumstellungen oder die Einnahme bestimmter Medikamente, wie Schmerzmittel oder Eisenpräparate, ausgelöst werden. In vielen Fällen lässt sich die akute Obstipation durch die Behebung der auslösenden Ursache schnell behandeln.

Intermittierende Obstipation

Intermittierende Obstipation wird häufig durch inkonsequente Ernährungs- und Lebensgewohnheiten verursacht, wie z. B. unregelmässige Mahlzeiten, ungenügende Zufuhr von Ballaststoffen oder mangelnde körperliche Aktivität. Auch Stress und emotionale Schwankungen spielen eine Rolle.

Chronische Obstipation

Chronische Obstipation ist meist auf strukturelle Probleme im Darm, neurologische Erkrankungen, Stoffwechselstörungen oder endokrine Störungen zurückzuführen. Auch die langfristige Einnahme von Medikamenten wie Opiaten oder bestimmten Blutdruckmitteln kann zu chronischer Obstipation führen. Eine sorgfältige ärztliche Untersuchung ist erforderlich, um die zugrundeliegenden Ursachen zu diagnostizieren und eine geeignete Behandlung zu planen.

Symptome und Diagnose

Häufige Symptome von Verstopfung

Die Symptome einer Verstopfung sind in der Regel:

  • Schwierigkeiten bei der Stuhlentleerung
  • harten oder klumpigen Stuhl
  • das Gefühl einer unvollständigen Entleerung nach dem Toilettengang
  • seltener als gewöhnliche Stuhlgänge
  • Bauchschmerzen
  • Blähungen und Völlegefühl

In einigen Fällen treten auch Appetitlosigkeit und ein allgemeines Unwohlsein auf.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Ein Arztbesuch ist angezeigt, wenn die Verstopfung plötzlich auftritt, länger als ein paar Wochen anhält, mit Schmerzen, Blut im Stuhl oder starkem Gewichtsverlust einhergeht oder wenn die üblichen Hausmittel und Lebensstiländerungen keine Besserung bringen. Vor allem bei älteren Menschen sollten Veränderungen beim Stuhlgang frühzeitig abgeklärt werden, um mögliche schwerwiegende Ursachen auszuschliessen.

Diagnoseverfahren für Verstopfung

Die Diagnose einer Verstopfung beginnt mit einer detaillierten Anamnese, die die Symptome, Essgewohnheiten, Lebensstilfaktoren und medizinische Geschichte umfasst. Ärztinnen und Ärzte können eine körperliche Untersuchung durchführen, einschliesslich einer rektalen Untersuchung, um die Ursache der Verstopfung zu bestimmen. In einigen Fällen sind bildgebende Verfahren wie Röntgen oder Koloskopie notwendig, um strukturelle Probleme im Darm zu identifizieren.

Was tun bei Verstopfung?

1. Bewährte Hausmittel gegen Verstopfung

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Leinsamen

Wirkung: Reich an Ballaststoffen, die Wasser binden und den Stuhl aufquellen lassen, wodurch die Darmpassage erleichtert wird.

Anwendung: 1-2 Esslöffel Leinsamen pro Tag, geschrotet oder gemahlen, in Wasser, Joghurt oder Müsli eingerührt.

Pflaumensaft

Wirkung: Enthält Sorbit, ein Zuckeralkohol mit abführender Wirkung.

Anwendung: 1-2 Gläser Pflaumensaft pro Tag, am besten pur oder verdünnt mit Wasser.

Aloe Vera

Wirkung: Enthält Anthranoide, die abführend wirken. Zudem kann Aloe Vera die Darmflora unterstützen.

Anwendung: 2-3 Esslöffel Aloe Vera Saft pro Tag, pur oder verdünnt mit Wasser. Beachten Sie: Es gibt verschiedene Arten von Aloe Vera, nicht alle sind für die Einnahme geeignet. Verwenden Sie daher nur Aloe Vera Saft, der speziell für die innere Anwendung hergestellt wurde.

Warmes Wasser mit Zitrone

Wirkung: Die Wärme des Wassers regt die Durchblutung an und fördert die Darmbewegungen. Das Vitamin C in der Zitrone unterstützt die Verdauung.

Anwendung: 1 Glas warmes Wasser mit dem Saft einer Zitrone am Morgen auf nüchternen Magen trinken.

Probiotika

Wirkung: Probiotika sind lebende Bakterien, die die Darmflora positiv beeinflussen. Dies kann zu einer verbesserten Verdauung und einem regelmässigen Stuhlgang beitragen.

Anwendung: Nahrungsergänzungsmittel mit Probiotika sind in Form von Kapseln, Tabletten oder Pulver erhältlich. Die Dosierungsempfehlung des Herstellers sollte beachtet werden.

Wichtig:

  • Die genannten Hausmittel sind bei gelegentlicher Verstopfung in der Regel hilfreich. Bei chronischer Verstopfung sollte jedoch ein Arzt konsultiert werden, um die Ursache abzuklären und eine geeignete Therapie zu finden.
  • Bestimmte Hausmittel sind nicht für jeden geeignet. Schwangere und Stillende sollten beispielsweise vor der Anwendung von Aloe Vera oder Probiotika mit ihrem Arzt sprechen.

 

2. Ernährung und spezifische Lebensmittel

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Eine ballaststoffreiche Ernährung ist essenziell, um Verstopfung vorzubeugen und zu behandeln. Zu den Lebensmitteln, die die Verdauung fördern, gehören:

  • Vollkornprodukte: Wie Vollkornbrot, Haferflocken und brauner Reis, die reich an Ballaststoffen sind.
  • Gemüse: Insbesondere Blattgemüse, Sauerkraut, Brokkoli und rohe Karotten, die die Darmbewegung unterstützen.
  • Obst: Äpfel, Birnen und Beeren sind reich an Ballaststoffen und können die Stuhlkonsistenz verbessern.

Es gibt aber auch Lebensmittel, die Sie meiden sollten, wenn Sie zu Verstopfung neigen. Beispiele hierfür sind:

  • Ballaststoffarme Lebensmittel wie Weissbrot, Toastbrot, Knäckebrot, weisser Reis, Haferflocken und gekochte Karotten und Kartoffeln können die Verstopfung verstärken, da sie den Verdauungsprozess verlangsamen.
  • Auch trockene und wasserbindende Lebensmittel wie Bananen, Schokolade, Kakaopulver und Kokosflocken können den Stuhlgang erschweren.
  • Koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, lang gezogener schwarzer und grüner Tee, aber auch Heidelbeertee können ebenfalls verstopfend wirken.

 

3. Wasser und Flüssigkeitszufuhr

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Ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist entscheidend, um Verstopfung zu vermeiden und zu behandeln. Wasser hält den Stuhl weich und erleichtert die Passage durch den Darm. Es wird empfohlen, täglich mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser zu trinken, abhängig von den individuellen Bedürfnissen und Aktivitätsleveln.

 

4. Bewegung

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Bewegung hat eine wichtige Bedeutung bei der Behandlung und Prophylaxe von Verstopfung. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt mindestens 150 Minuten moderate oder 75 Minuten intensive körperliche Aktivität pro Woche. Aber schon kleine Bewegungseinheiten können helfen: Bereits ein kurzer Spaziergang nach dem Essen fördert die Verdauung.

Wie wirkt Bewegung?

  • Fördert die Darmbewegungen: Körperliche Aktivität stimuliert die Kontraktionen der Darmwand, wodurch der Stuhl schneller durch den Darm transportiert wird.
  • Stärkt die Bauchmuskulatur: Eine starke Bauchmuskulatur unterstützt die Darmentleerung.
  • Verbessert die Durchblutung: Die Durchblutung des Darms wird durch Bewegung gesteigert, was die Verdauung fördert.
  • Reduziert Stress: Stress kann die Verdauung beeinträchtigen und Verstopfung begünstigen. Bewegung baut Stress ab und verbessert so die Verdauung.

Welche Bewegungsarten sind empfehlenswert?

  • Ausdauersportarten: Laufen, Schwimmen, Radfahren und andere Ausdauersportarten regen die Darmbewegungen an und fördern die Durchblutung.
  • Krafttraining: Krafttraining stärkt die Bauchmuskulatur, die für die Darmentleerung wichtig ist.
  • Yoga und Pilates: Yoga und Pilates können helfen, Stress abzubauen und die Durchblutung zu verbessern.

 

5. Abführmittel

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Abführmittel sollten in Betracht gezogen werden, wenn einfache Änderungen der Lebensweise und Hausmittel keine Linderung bei Verstopfung bieten. Sie sind insbesondere dann angezeigt, wenn es wichtig ist, eine schnelle Darmentleerung zu gewährleisten, etwa vor medizinischen Untersuchungen oder bei starken Beschwerden. Der Einsatz von Abführmitteln sollte aber mit einem Arzt oder einer Ärztin abgesprochen werden, um den geeigneten Typ und die Anwendungsdauer festzulegen.

Verschiedene Arten von Abführmitteln und ihre Wirkweise

  • Ballaststoffhaltige Abführmittel: Sie erhöhen das Volumen des Stuhls und erleichtern dessen Passage durch den Darm.
  • Osmotische Abführmittel: Sie ziehen Wasser in den Darm, um den Stuhl weicher zu machen und die Darmpassage zu erleichtern.
  • Stimulierende Abführmittel: Sie regen die Darmbewegungen an und beschleunigen die Stuhlentleerung.
  • Stuhlweichmacher: Sie erleichtern das Ausscheiden von hartem Stuhl, indem sie ihn weicher machen.

Mögliche Nebenwirkungen und Risiken

Die Einnahme von Abführmitteln kann zu Nebenwirkungen wie Bauchkrämpfen, Blähungen, Dehydratation und Elektrolytungleichgewicht führen. Bei längerem Gebrauch können sie auch zu einer Abhängigkeit führen und die natürliche Entleerungsfähigkeit des Darms beeinträchtigen. Daher ist es wichtig, Abführmittel nur auf ärztliche Anweisung und nicht als Dauerlösung einzunehmen.

Verstopfung bei älteren Menschen

Verstopfung tritt häufig bei älteren Erwachsenen auf. Mit zunehmendem Alter verlangsamt sich der Stoffwechsel und die Darmtätigkeit nimmt ab. Ältere Menschen sind weniger körperlich aktiv, was die Wahrscheinlichkeit von Verdauungsproblemen erhöht. Ausserdem ist die Ernährung im Alter oft weniger ballaststoffreich, was ebenfalls zu Problemen bei der Darmentleerung beiträgt.

Spezifische Risikofaktoren und Ursachen im Alter

Zu den spezifischen Risikofaktoren für Verstopfung im Alter gehören:

  • Eingeschränkte Mobilität
  • Reduzierte Flüssigkeits- und Ballaststoffaufnahme
  • Nebenwirkungen von Medikamenten, die häufiger im Alter verschrieben werden
  • Vorerkrankungen, die die Verdauung beeinträchtigen können, wie Diabetes oder Parkinson

 

Unterschiede in Symptomen und Behandlungsmöglichkeiten

Die Symptome von Verstopfung können bei älteren Menschen intensiver sein und umfassen oft chronische Bauchschmerzen, Völlegefühl und allgemeines Unwohlsein. Die Behandlung muss möglicherweise angepasst werden, um auf die speziellen Bedürfnisse und bestehenden Gesundheitsbedingungen älterer Menschen einzugehen. Dies kann eine sorgfältige Auswahl von Abführmitteln, angepasste Ernährungspläne und gezielte Bewegungsprogramme umfassen.

Psychologische Auswirkungen

Chronische Verstopfung, wie sie sehr oft bei älteren Personen vorkommt, kann erhebliche psychische Auswirkungen haben. Mit zunehmendem Alter kann das Erleben chronischer Verstopfung zu Gefühlen der Frustration, Hilflosigkeit und Einschränkung führen, das Selbstwertgefühl mindern und zur sozialen Isolation beitragen.

Der Grund: Für ältere Menschen ist Verstopfung ein Tabuthema, über das sie nur ungern sprechen. Die ständige Beschäftigung damit ist mit Scham verbunden und mit dem Gefühl, die Kontrolle über den eigenen Körper zu verlieren.

Pflegende und Angehörige sollten daher sensibel auf die Bedürfnisse der Betroffenen eingehen und sie ermutigen, offen über ihre Beschwerden zu sprechen. Auf diese Weise kann ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt werden, der nicht nur die körperlichen, sondern auch die emotionalen Aspekte der Obstipation im Alter berücksichtigt.

Präventive Massnahmen und Tipps speziell für Senior*innen mit Obstipation

Da Senior*innen von Verstopfung und deren Folgen besonders betroffen sind, sollte die Prävention ein fixer Bestandteil des Alltags sein. Dabei sind drei Bereiche besonders zu beachten.

  • Eine ballaststoffreiche Ernährung, die Vollkornprodukte, Obst und Gemüse umfasst.
  • Regelmässige körperliche Aktivität, um die Darmfunktion zu fördern.
  • Ausreichende Flüssigkeitsaufnahme, um den Stuhl weich zu halten.

 

Rolle der Ernährung bei der Prävention von Verstopfung im Alter

Die Grundprinzipien einer ballaststoffreichen Ernährung zur Prävention von Verstopfung sind in jedem Alter ähnlich. Eine ballaststoffreiche Ernährung ist für die Vorbeugung von Verstopfung auch im Alter entscheidend.

Es gibt jedoch spezifische Aspekte, die bei Senior*innen berücksichtigt werden sollten. Hier drei Beispiele:

  1. Ältere Menschen haben möglicherweise Probleme mit dem Kauen oder Verdauen von sehr faserreichen oder harten Lebensmitteln. Weich gekochte oder pürierte Gemüsesorten, weiches Obst und fein gemahlenes Vollkorn können leichter zu kauen und zu verdauen sein.
  2. Ältere Menschen haben meist auch einen geringeren Energiebedarf. Deshalb ist es wichtig, dass die Nahrung, die sie zu sich nehmen, nährstoffreich ist, ohne unnötig viele Kalorien zu liefern.
  3. Krankheiten wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen können spezielle Ernährungsanforderungen bedingen, die auch die Strategien zur Verhinderung von Darmträgheit beeinflussen können.

 

Rolle der Bewegung bei der Prävention von Verstopfung im Alter

Regelmässige körperliche Aktivität stimuliert die Darmtätigkeit und kann Darmträgheit vorbeugen. Empfohlen werden:

  • Tägliche Spaziergänge, um die körperliche Aktivität zu steigern und den Magen-Darm-Trakt in Schwung zu bringen
  • Seniorengerechter Sport, wie Wassergymnastik oder Senior*innen-Yoga
  • Spezielle Gymnastikprogramme, die auf die Stärkung des Bauchbereichs abzielen

 

Rolle der Flüssigkeitsaufnahme bei der Prävention von Verstopfung im Alter

Ältere Menschen neigen dazu, weniger zu trinken, was das Risiko für Verstopfung erhöht. Es ist wichtig, dass sie ausreichend Flüssigkeit aufnehmen. Empfohlen werden mindestens 1,5 bis 2 Liter täglich, wobei individuelle Bedürfnisse je nach Gesundheitszustand und Aktivitätsniveau variieren können.

Wie Angehörige und betreuende Personen bei der Prävention unterstützen können

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Angehörige und betreuende Personen können eine grosse Hilfe bei der Prävention von Verstopfung sein, besonders bei älteren Menschen, die unter Depression und Motivationslosigkeit oder an Demenz leiden. Eine kleine Erinnerung hier, ein sanfter Motivationsschub dort, können Wunder bewirken. Hier sind drei Optionen, wie sie unterstützen können:

Ernährungsunterstützung anbieten

Angehörige und betreuende Personen können bei der Planung und Zubereitung ballaststoffreicher Mahlzeiten helfen. Indem sie sicherstellen, dass die Ernährung ausreichend Vollkornprodukte, Obst und Gemüse enthält, tragen sie zur Förderung einer gesunden Verdauung bei.

Ein konkretes Beispiel für einen Tagesernährungsplan könnte wie folgt aussehen:

  • Frühstück: Haferflocken mit frischen Beeren und einem Löffel gemahlenen Leinsamen, begleitet von einem Glas Wasser oder Kräutertee.
  • Vormittagssnack: Eine Handvoll Nüsse oder ein Apfel, um die Ballaststoffaufnahme zwischen den Mahlzeiten zu erhöhen.
  • Mittagessen: Ein grosszügiger Salat mit Blattgemüse, Tomaten, Gurken und Karotten, dazu Vollkornbrot oder eine Portion brauner Reis.
  • Nachmittagssnack: Ein Becher Naturjoghurt mit einer Handvoll Beeren oder ein Stück Melone, um die Flüssigkeitsaufnahme zu fördern.
  • Abendessen: Gegrillter Fisch oder Tofu mit gedünstetem Gemüse (wie Brokkoli, Spinat und Süsskartoffeln) und einem Quinoa- oder Gerstensalat.

Sie können auch dabei helfen, regelmässige Essenszeiten zu etablieren, was die Regelmässigkeit des Stuhlgangs unterstützen kann.

Förderung von körperlicher Aktivität

  • Das gemeinsame Planen von Spaziergängen oder die Teilnahme an altersgerechten Bewegungsprogrammen kann ältere Menschen motivieren, aktiver zu sein.
  • Angehörige können auch zu Hause Übungen anleiten oder organisieren, dass ältere Menschen an lokalen Sportprogrammen teilnehmen.

 

Überwachung der Flüssigkeitsaufnahme

  • Da ältere Menschen oft nicht ausreichend trinken, ist es hilfreich, wenn Angehörige die tägliche Flüssigkeitsaufnahme überwachen und daran erinnern, regelmässig zu trinken.
  • Stellen Sie sicher, dass immer frisches Wasser oder andere geeignete Getränke leicht zugänglich sind, um eine ausreichende Hydratation zu fördern.

Fazit

Wir sind nun am Ende unserer Ausführungen angekommen. Lassen Sie uns nochmals kurz erinnern, was wir besprochen haben.

Verstopfung ist ein häufiges Problem, welches Menschen aller Altersgruppen betrifft, besonders jedoch ältere. Wir haben uns mit den grundlegenden Aspekten von Verstopfung befasst, einschliesslich der Definition, Ursachen, Symptomen und Diagnoseverfahren.

Zudem haben wir effektive Behandlungsmethoden wie Hausmittel, medizinische Behandlungen und Abführmittel erörtert und die Wichtigkeit von langfristigen Lösungen und Lebensstilanpassungen betont.

Im Besonderen wurde die Situation bei älteren Menschen beleuchtet, wobei die spezifischen Risikofaktoren, Symptome und Behandlungsansätze hervorgehoben wurden. Wir haben auch die Bedeutung der Prävention durch Ernährung, Bewegung und Flüssigkeitsaufnahme dargelegt und erläutert, wie Angehörige und betreuende Personen unterstützend wirken können.

Schlussgedanke: Verstopfung ist ein ernstzunehmendes Gesundheitsproblem, das angemessen behandelt werden muss, um die Lebensqualität zu verbessern und weitere gesundheitliche Komplikationen zu vermeiden.

Ergänzende Lektüren:

Vergleich von Behandlungen in der Langzeitpflege: welche Mittel helfen wirksam und sicher gegen Verstopfung?

Verstopfung kann Demenz fördern

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