Pensionistin mit Morbus Alzheimer

Morbus Alzheimer

Morbus Alzheimer ist die häufigste Form von Demenz und betrifft Millionen von Menschen weltweit. In diesem Artikel werden wir uns eingehend mit dieser Erkrankung beschäftigen, ihre Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten beleuchten und einen besonderen Fokus auf die Situation in der Schweiz legen.

Inhaltsverzeichnis

Definition: Was ist Morbus Alzheimer?

Morbus Alzheimer (Demenz vom Alzheimer Typ) ist eine neurodegenerative Erkrankung, die durch den fortschreitenden Verlust von Nervenzellen im Gehirn gekennzeichnet ist. Die Krankheit wurde nach dem deutschen Neurologen Alois Alzheimer benannt, der sie erstmals im Jahr 1906 beschrieben hat.

Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Ursache für Demenz, eine allgemeine Bezeichnung für einen Rückgang der geistigen Fähigkeiten, die stark genug ist, um das tägliche Leben zu beeinträchtigen.

Alzheimer Typ 1 und Typ 2

Man unterscheidet bei Alzheimer-Demenz zwischen Typ 1 (später Beginn, nach dem 65. Lebensjahr) und Typ 2 (früher Beginn, vor dem 65. Lebensjahr).

Es ist wichtig zu beachten, dass «Demenz» und «Morbus Alzheimer» nicht austauschbar sind – während alle Menschen mit Alzheimer Demenz haben, gibt es viele andere Formen von Demenz, die nicht durch Alzheimer verursacht werden.

Ursachen von Alzheimer-Demenz

Die Alzheimer-Demenz ist eine komplexe Erkrankung, deren genaue Ursachen noch nicht vollständig verstanden sind. Auf grundlegender Ebene scheinen jedoch Fehlfunktionen von Gehirnproteinen eine Rolle zu spielen. Diese Fehlfunktionen stören die Arbeit der Gehirnzellen, auch Neuronen genannt, und lösen eine Reihe von Ereignissen aus. Die Neuronen werden beschädigt, verlieren ihre Verbindungen zueinander und sterben schliesslich ab.

Genetische Faktoren und ihre Rolle bei Morbus Alzheimer

Wissenschaftler glauben, dass Morbus Alzheimer bei den meisten Menschen durch eine Kombination von genetischen, lebensstilbedingten und umweltbedingten Faktoren verursacht wird, die das Gehirn im Laufe der Zeit beeinflussen. In weniger als 1% der Fälle wird Alzheimer durch spezifische genetische Veränderungen verursacht, die fast garantieren, dass eine Person die Krankheit entwickeln wird. In diesen Fällen beginnt die Krankheit in der Regel im mittleren Alter.

Ein besser verstandener genetischer Faktor ist eine Form des Apolipoprotein E (APOE) Gens. Eine Form des Gens, APOE e4, erhöht das Risiko an der Alzheimer-Krankheit zu erkranken. Etwa 25% bis 30% der Bevölkerung tragen ein APOE e4 Allel. Aber nicht jeder mit dieser Form des Gens entwickelt die Krankheit. Mehr dazu finden Sie hier: Genetische Faktoren bei Alzheimer-Demenz / The role of genetics in Alzheimer disease

Umwelt- und Lebensstilfaktoren

Forschungen haben gezeigt, dass die gleichen Risikofaktoren, die mit Herzkrankheiten in Verbindung gebracht werden, auch das Risiko erhöhen können, an Alzheimer zu erkranken. Es ist unklar, ob diese Faktoren das Risiko für Demenz erhöhen, indem sie die Alzheimer-Veränderungen im Gehirn verschlimmern oder zu Veränderungen in den Gehirngefässen führen. Dazu gehören:

  • Mangel an Bewegung
  • Übergewicht
  • Rauchen oder Passivrauchen
  • Bluthochdruck
  • Hoher Cholesterinspiegel
  • Schlecht kontrollierter Typ-2-Diabetes

Diese Faktoren können alle modifiziert werden. Daher können Änderungen der Lebensgewohnheiten in gewissem Masse Ihr Risiko verändern. Zum Beispiel sind regelmässige Bewegung und eine gesunde, fettarme Ernährung, die reich an Obst und Gemüse ist, mit einem geringeren Risiko für die Alzheimer-Krankheit verbunden.

Biologische und pathologische Veränderungen im Gehirn von Alzheimer-Patienten

Bei der Erforschung der Ursache von Morbus Alzheimer konzentrieren sich die Wissenschaftler auf die Rolle von zwei Proteinen:

  • Plaques: Beta-Amyloid ist ein Fragment eines grösseren Proteins. Wenn diese Fragmente zusammenklumpen, scheinen sie eine toxische Wirkung auf Neuronen zu haben und die Kommunikation zwischen den Gehirnzellen zu stören. Diese Klumpen bilden grössere Ablagerungen, die als Amyloid-Plaques bezeichnet werden und auch andere zelluläre Abfälle enthalten.
  • Tangles: Tau-Proteine spielen eine Rolle im internen Stützsystem der Neuronen. Bei Alzheimer verändern sich diese Proteine, was dazu führt, dass das Stützsystem zusammenbricht und die Neuronen sterben.

 

Es ist wichtig zu beachten, dass während Millionen von Menschen Plaques und Tangles im Gehirn haben, nicht alle von ihnen entwickeln Alzheimer. Dies deutet darauf hin, dass Plaques und Tangles notwendig, aber nicht ausreichend sind, um die Krankheit zu verursachen. Es gibt wahrscheinlich andere Faktoren, die dazu beitragen, dass jemand Alzheimer entwickelt.

Symptome von Morbus Alzheimer

Frühe Symptome und Anzeichen

Die Alzheimer-Krankheit, auch Alzheimer-Demenz genannt, ist durch eine fortschreitende Verschlechterung des Erinnerungs- und Orientierungsvermögens gekennzeichnet. In den frühen Stadien der Krankheit können die Symptome leicht zu übersehen sein, da sie oft als normale Alterserscheinungen abgetan werden. Typische frühe Symptome der Alzheimer-Krankheit sind:

  • Störungen des Gedächtnisses
  • Störungen der Sprache
  • Störungen des planerischen Denkens und Handelns
  • Störungen der Wahrnehmung
  • Störungen der Alltagskompetenz
  • Störungen der örtlichen und zeitlichen Orientierung

 

Es ist wichtig zu beachten, dass diese Symptome nicht zwangsläufig auf Alzheimer hinweisen, da sie auch bei anderen Erkrankungen oder als Teil des normalen Alterungsprozesses auftreten können.

Fortschreitende Symptome und Veränderungen im Verhalten

Mit fortschreitender Alzheimer-Krankheit werden die Symptome deutlicher und beeinträchtigen zunehmend die Fähigkeit zur Bewältigung des täglichen Lebens. Neben den oben genannten Symptomen können weitere Anzeichen wie Persönlichkeits- und Verhaltensänderungen auftreten. Diese können sich in Form von Stimmungsschwankungen, Verwirrtheit, Agitation, Apathie oder sozialem Rückzug äussern

Späte Symptome und Auswirkungen auf die Unabhängigkeit

In den späten Stadien der Alzheimer-Krankheit können die Betroffenen ihre Unabhängigkeit vollständig verlieren und benötigen rund um die Uhr Pflege. Sie können Schwierigkeiten haben, sich an Personen oder Orte zu erinnern, und können Schwierigkeiten mit grundlegenden täglichen Aktivitäten wie Essen, Trinken und Toilettengang haben. In diesem Stadium können auch körperliche Symptome wie Gewichtsverlust, Schluckbeschwerden und Inkontinenz auftreten.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Symptome und der Verlauf der Alzheimer-Krankheit von Person zu Person variieren können. Einige Menschen können über viele Jahre hinweg relativ milde Symptome haben, während andere einen schnelleren Verlauf mit schwerwiegenderen Symptomen erleben können.

Diagnose von Morbus Alzheimer

Klinische Beurteilung und Tests

Die Diagnose der Alzheimer-Krankheit ist ein mehrstufiger Prozess, der verschiedene Tests und Untersuchungen umfasst. Zunächst führt der Arzt oder die Ärztin ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten und seinen Angehörigen, um die Symptome und ihre Entwicklung zu ermitteln. Dies kann erste Anhaltspunkte für eine mögliche Alzheimer-Erkrankung liefern. Darüber hinaus werden Blutuntersuchungen durchgeführt, um andere mögliche Ursachen für die Symptome auszuschliessen.

Bildgebende Verfahren und ihre Rolle bei der Diagnose

Ein wichtiger Schritt in der Diagnose von Alzheimer ist die Anwendung bildgebender Verfahren wie der Computertomographie (CT) und der Magnetresonanztomographie (MRT). Diese ermöglichen es, Veränderungen im Gehirn sichtbar zu machen, die typisch für Alzheimer sind, wie zum Beispiel eine Atrophie (Schrumpfung) bestimmter Gehirnbereiche.

Die Bedeutung einer frühzeitigen Diagnose

Obwohl es bislang keine Heilung für Alzheimer gibt, ist eine frühzeitige Diagnose dennoch von grosser Bedeutung. Sie ermöglicht es, eine medikamentöse Therapie zu beginnen, die im Anfangsstadium der Krankheit den Verlauf hinauszögern kann. Zudem gibt sie den Betroffenen und ihren Angehörigen die Möglichkeit, sich auf die kommenden Veränderungen einzustellen und entsprechende Vorkehrungen zu treffen.

Weitere Diagnosemethoden

Neben den oben genannten Methoden gibt es weitere Verfahren zur Diagnose von Alzheimer. Dazu gehört die Untersuchung des Nervenwassers (Liquordiagnostik), die weitere Hinweise auf die Krankheit liefern kann. Auch genetische Tests können in bestimmten Fällen durchgeführt werden, um eine vererbbare Form der Alzheimer-Krankheit festzustellen. Schliesslich spielen psychometrische Tests eine wichtige Rolle, die die Gedächtnisleistung und andere kognitive Fähigkeiten bewerten.

 

Es ist wichtig zu betonen, dass die Diagnose von Alzheimer immer von einem Arzt oder einer Ärztin gestellt werden sollte und dass es keinen verlässlichen Test zur Selbstdiagnose gibt. Wenn Sie sich Sorgen um sich selbst oder einen Angehörigen machen, sollten Sie daher frühzeitig ärztlichen Rat einholen.

Behandlung von Morbus Alzheimer

Aktuelle medizinische und pharmakologische Ansätze

Die Alzheimer-Krankheit ist bislang unheilbar, doch es existieren Behandlungsstrategien, die dazu beitragen können, die Symptome und Beschwerden der Krankheit zu lindern und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Dabei wird ein kombinierter Ansatz aus medikamentöser und nicht-medikamentöser Therapie verfolgt.

Medikamente wie Antidementiva und Antidepressiva können insbesondere in den frühen und mittleren Stadien der Krankheit dazu beitragen, die Gedächtnisleistung so lange wie möglich aufrechtzuerhalten und Begleiterscheinungen abzumildern.

Doch auch nicht-medikamentöse Behandlungsmethoden spielen eine wichtige Rolle in der Therapie von Alzheimer. Dazu gehören beispielsweise Musiktherapie oder Ergotherapie, die darauf abzielen, die Stimmung der Patienten zu verbessern, ihre Fähigkeiten zu erhalten und sie dabei zu unterstützen, mit der Krankheit im Alltag besser zurechtzukommen.

Info: Es ist wichtig zu betonen, dass nur ein Arzt oder eine Ärztin aufgrund einer genauen Diagnose über die passende Behandlung entscheiden kann. Da sich die Beschwerden im Verlauf der Krankheit verschlechtern, ist es entscheidend, so früh wie möglich mit einer Therapie zu beginnen. Das Ziel der Behandlung ist es, den Betroffenen möglichst lange ein eigenständiges Leben zu ermöglichen.

Häufig verschriebene Medikamente und ihre Wirksamkeit

Es gibt verschiedene Medikamente, die zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit eingesetzt werden. Dazu gehören Cholinesterase-Hemmer (wie Donepezil, Rivastigmin und Galantamin), die den Abbau des Botenstoffs Acetylcholin im Gehirn hemmen, und Memantin, das die Wirkung des Botenstoffs Glutamat moduliert. Diese Medikamente können die Symptome der Alzheimer-Krankheit lindern und den Fortschritt der Krankheit verlangsamen. Sie können jedoch die Krankheit nicht heilen und die Wirkung kann von Patient zu Patient variieren.

Cholinesterase-Hemmer

Cholinesterase-Hemmer sind für die Behandlung der leichten bis mittelschweren Alzheimer-Krankheit vorgesehen. Sie verzögern den Abbau von Acetylcholin, einem Botenstoff, der für die Signalübertragung von einer Nervenzelle zur anderen zuständig ist. Bei der Alzheimer-Krankheit wird dieser Botenstoff nicht mehr in ausreichender Menge produziert. Die Hemmer können den Mangel im frühen bis mittleren Stadium der Krankheit für einige Zeit ausgleichen.

Memantin

Memantin ist ein Medikament, das bei mittelschweren und schweren Formen der Alzheimer-Krankheit eingesetzt wird. Es wirkt als Glutamat-Rezeptorantagonist. Glutamat ist ein Neurotransmitter, der für Lern- und Erinnerungsprozesse im Gehirn essenziell ist. Bei Alzheimer-Patienten kann jedoch ein Übermass an Glutamat die Nervenzellen belasten und zum Absterben führen. Memantin wirkt diesem Prozess entgegen, indem es die Nervenzellen vor einem übermässigen Einstrom von Glutamat schützt. Dadurch kann es dazu beitragen, die Lernfähigkeit und Gedächtnisleistungen der Patienten länger zu erhalten.

Hoffnungsvolle Neuigkeiten aus den USA für Alzheimer-Patienten im Frühstadium

Ein neues Medikament, das Anfang 2023 in den USA unter dem Handelsnamen «Leqembi» zugelassen wurde, bietet berechtigten Grund zur Hoffnung für Alzheimer-Patient:innen im frühen Stadium. Der Wirkstoff Lecanemab ist dabei von besonderem Interesse. Für Europa wird eine Zulassung derzeit geprüft.

Vorsicht bei Neuroleptika in der Behandlung der Alzheimer-Krankheit

Neuroleptika sind eine Klasse von Medikamenten, die hauptsächlich zur Behandlung von psychischen Störungen wie Schizophrenie und bipolaren Störungen verwendet werden. Sie können auch zur Behandlung von schweren Angstzuständen und Unruhe bei Menschen mit Alzheimer eingesetzt werden. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Verwendung von Neuroleptika bei Alzheimer-Patienten kontrovers ist und mit erheblichen Risiken verbunden sein kann.

Die Hauptbedenken hinsichtlich der Verwendung von Neuroleptika bei Alzheimer-Patienten betreffen die potenziellen Nebenwirkungen dieser Medikamente. Dazu gehören:

  • Ein erhöhtes Risiko für Schlaganfälle
  • Eine beschleunigte kognitive Verschlechterung
  • Darüber hinaus können Neuroleptika bei älteren Menschen zu schweren Bewegungsstörungen führen

Aufgrund dieser Risiken empfehlen viele Leitlinien, dass Neuroleptika nur als letztes Mittel zur Behandlung von schweren Verhaltensproblemen bei Alzheimer-Patienten eingesetzt werden sollten und dass sie nur für kurze Zeiträume verwendet werden sollten.

Therapieansätze zur Behandlung von Alzheimer ohne Medikamente

Die Behandlung von Alzheimer umfasst nicht nur medikamentöse Ansätze, sondern auch eine Vielzahl von nicht-medikamentösen Therapien. Diese können je nach Stadium der Krankheit und den individuellen Symptomen des Patienten variieren.

Im frühen bis mittleren Stadium der Krankheit liegt der Fokus darauf, die Alltagsfähigkeiten des Patienten zu stärken und kognitive Fähigkeiten wie Denken und Erinnern zu fördern. Wenn das Gedächtnis im Laufe der Krankheit nachlässt, kann es hilfreich sein, Patienten über ihre Sinne zu erreichen, insbesondere durch Geruch, Hören und Tastsinn.

Verschiedene Therapieformen im Detail

  1. Biographiearbeit oder Erinnerungstherapie:
    Diese Methode zielt darauf ab, Erinnerungen und Erfahrungen des Patienten zu wecken, zum Beispiel durch Fotos, Geschichten, Musik oder Gerüche. Das Wissen über die Biographie des Patienten kann auch Angehörigen helfen, besser auf bestimmte Situationen und Verhaltensweisen zu reagieren.
  2. Ergotherapie:
    Durch verschiedene Aktivitäten, wie funktionelle Spiele, Handwerk und Gestaltung, werden die Alltagsfähigkeiten des Patienten gestärkt und so lange wie möglich erhalten.
  3. Kognitives Training:
    Bei dieser Methode wird die Wahrnehmung, das Lernen und die Erinnerungsfähigkeit von Patienten im leichten bis mittleren Stadium verbessert. Dies kann durch einfache Wort- oder Ratespiele oder durch gezielte Aktivierung des Langzeitgedächtnisses erreicht werden.
  4. Musiktherapie:
    Musik kann positive Erinnerungen und Gefühle wecken und kann in allen Stadien der Krankheit hilfreich sein.
  5. Snoezelen und Aromatherapie:
    Bei dieser Therapieform werden die Sinne des Patienten durch Licht, Klang, Berührung, Geschmack oder Duft angesprochen.
  6. Tiergestützte Therapie:
    Hierbei werden ausgebildete Haustiere, wie Hunde, eingesetzt, um den Patienten zu aktivieren und die Interaktion zu fördern.
  7. Physiotherapie:
    Diese Therapie zielt darauf ab, körperliche Beschwerden zu lindern und das Verhalten und die Körperwahrnehmung der Patienten positiv zu beeinflussen.
  8. Verhaltenstherapie:
    Diese psychotherapeutische Methode wird bei Demenzkranken im Frühstadium eingesetzt, um Angst, Wut oder Depressionen zu bewältigen.
  9. Transkranielle Pulsstimulation (TPS):
    Bei dieser ambulanten Behandlungsmethode werden Ultraschallimpulse durch die Schädeldecke in Hirnregionen geschickt, die von Alzheimer betroffen sind.
  10. Realitäts-Orientierungs-Training:
    Diese Therapie unterstützt die räumliche und zeitliche Orientierung der Patienten und kann dazu beitragen, Verwirrung und Desorientierung zu reduzieren.

Alzheimer-Forschung in der Schweiz

Die Alzheimer-Forschung in der Schweiz ist ein dynamisches und stetig wachsendes Feld, das sich auf die Verbesserung des Verständnisses und der Behandlung von Alzheimer und anderen Demenzerkrankungen konzentriert. Die Schweizer Forschungsgemeinschaft ist bestrebt, die Mechanismen dieser komplexen Krankheiten zu entschlüsseln und neue therapeutische Ansätze zu entwickeln.

Ein Hauptaugenmerk der Forschung liegt auf der Identifizierung und Untersuchung der molekularen und zellulären Prozesse, die zur Entstehung und Progression von Alzheimer beitragen. Dies umfasst die Untersuchung von Proteinen wie Beta-Amyloid und Tau, die eine Schlüsselrolle bei der Entstehung von Alzheimer spielen. Durch ein besseres Verständnis dieser Prozesse hoffen die Forscher, neue Ansätze zur Prävention und Behandlung der Krankheit zu entwickeln.

Die Schweizer Forschungsgemeinschaft ist auch stark in die klinische Forschung und die Entwicklung neuer diagnostischer Werkzeuge und Therapien involviert. Dies umfasst die Durchführung von klinischen Studien, um die Sicherheit und Wirksamkeit neuer Medikamente und Therapien zu testen. Darüber hinaus arbeiten die Forscher an der Verbesserung der Früherkennung von Alzheimer, um eine frühere und genauere Diagnose der Krankheit zu ermöglichen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Alzheimer-Forschung in der Schweiz ist die Zusammenarbeit und Vernetzung. Die Schweizer Forschungsgemeinschaft arbeitet eng mit internationalen Partnern zusammen, um Wissen und Ressourcen zu teilen und die Forschung voranzutreiben. Dies umfasst die Teilnahme an internationalen Forschungsnetzwerken und -konsortien, um die neuesten Erkenntnisse und Technologien in der Alzheimer-Forschung zu nutzen.

 

Die Versorgung von Menschen mit Alzheimer in der Schweiz

Die Versorgung von Menschen mit Alzheimer in der Schweiz ist multidisziplinär und umfasst Neurologen, Psychiater, Geriater und Pflegepersonal. Die Diagnose der Alzheimer-Krankheit erfolgt in der Regel durch eine Kombination aus klinischer Beurteilung, kognitiven Tests und bildgebenden Verfahren. Die Behandlung kann Medikamente zur Linderung der Symptome, nicht-medikamentöse Therapien wie Physiotherapie und Ergotherapie sowie Unterstützung für die Betreuungspersonen umfassen.

Rolle von Krankenversicherungen und staatlicher Unterstützung bei der Versorgung von Patienten mit der Alzheimer-Demenz

Die Krankenversicherung in der Schweiz deckt einen erheblichen Teil der Kosten für die Diagnose und Behandlung der Alzheimer-Krankheit ab. Dazu gehören die Kosten für Arztbesuche, Medikamente, bildgebende Verfahren und andere diagnostische Tests. Darüber hinaus deckt die Versicherung in der Regel auch einen Teil der Kosten für nicht-medikamentöse Therapien und Pflegedienste ab.

Neben der Krankenversicherung gibt es in der Schweiz auch staatliche Unterstützung für Menschen mit Alzheimer und ihre Familien. Dazu gehören finanzielle Hilfen, Unterstützung bei der Pflege und Betreuung, Beratung und Informationsdienste. Es gibt auch zahlreiche gemeinnützige Organisationen und Vereine, die Unterstützung und Ressourcen für Menschen mit Alzheimer und ihre Betreuer anbieten.

Morbus Alzheimer und Seniorenbetreuung in der Schweiz

In der Schweiz spielt die Seniorenbetreuung eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung von Menschen mit Alzheimer-Demenz. Die Betreuung von Menschen mit dieser Erkrankung erfordert spezielle Kenntnisse und Fähigkeiten, um den Betroffenen ein möglichst hohes Mass an Lebensqualität zu ermöglichen.

Die Versorgung von Menschen mit Alzheimer in der Schweiz

Die Versorgung von Menschen mit Alzheimer in der Schweiz ist multidisziplinär und umfasst Neurologen, Psychiater, Geriater und Pflegepersonal. Die Diagnose der Alzheimer-Krankheit erfolgt in der Regel durch eine Kombination aus klinischer Beurteilung, kognitiven Tests und bildgebenden Verfahren. Die Behandlung kann Medikamente zur Linderung der Symptome, nicht-medikamentöse Therapien wie Physiotherapie und Ergotherapie sowie Unterstützung für die Betreuungspersonen umfassen.

Das Angebot der Seniorenbetreuung bei der Unterstützung von Menschen mit Alzheimer

Die Seniorenbetreuung in der Schweiz umfasst eine Vielzahl von Dienstleistungen, die darauf abzielen, den Alltag von Menschen mit Alzheimer zu erleichtern und ihre Selbstständigkeit so lange wie möglich zu erhalten. Dazu gehören Aktivitäten des täglichen Lebens wie Hilfe beim Essen, Baden, Anziehen und Bewegen, aber auch Unterstützung bei der Medikamenteneinnahme und bei kognitiven Übungen.

Die Betreuungspersonen sind speziell geschult, um die Symptome der Alzheimer-Krankheit zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren. Sie verstehen die Veränderungen, die die Krankheit im Gehirn und im Verhalten der Betroffenen verursacht, und sind in der Lage, eine sichere und unterstützende Umgebung zu schaffen.

Besonderheiten der häuslichen Pflege für Menschen mit Alzheimer

Die häusliche Pflege ist eine weitere wichtige Option für Menschen mit Alzheimer in der Schweiz. Sie ermöglicht es den Betroffenen, in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben, was sich positiv auf ihr Wohlbefinden und ihre Orientierung auswirken kann. Die häusliche Pflege kann individuell auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten des Patienten abgestimmt werden und bietet eine flexible und persönliche Betreuung.

Lokale Ressourcen und Unterstützung für Menschen mit Alzheimer und ihre Betreuer in der Schweiz

In der Schweiz gibt es eine Vielzahl von Ressourcen und Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit Alzheimer und ihre Betreuer. Dazu gehören Beratungsdienste, Informationsmaterialien, Schulungen und Weiterbildungen, Selbsthilfegruppen und vieles mehr. Diese Ressourcen können dazu beitragen, das Verständnis für die Krankheit zu verbessern, den Umgang mit den Symptomen zu erleichtern und die Lebensqualität der Betroffenen zu erhöhen.

Häufig gestellte Fragen

Wo liegt der Unterschied zwischen einer Demenz und Morbus Alzheimer?

Demenz ist ein Oberbegriff für eine Gruppe von Symptomen, die durch Störungen in den Denk-, Erinnerungs- und Kommunikationsfähigkeiten gekennzeichnet sind. Morbus Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz und macht etwa 60-80% aller Demenzfälle aus. Bei der Alzheimer-Demenz treten spezifische Veränderungen im Gehirn auf, darunter die Bildung von Beta-Amyloid-Plaques und Tau-Fibrillen.

Wie sind die ersten Anzeichen bei Alzheimer?

Die ersten Anzeichen von Alzheimer können subtil sein und sich schleichend entwickeln. Sie können Gedächtnisprobleme umfassen, insbesondere Schwierigkeiten, neue Informationen zu speichern und abzurufen, sowie Veränderungen in der Stimmung, dem Verhalten oder der Persönlichkeit. Probleme mit der räumlichen und zeitlichen Orientierung können ebenfalls auftreten.

In welchem Alter fängt Alzheimer an?

Alzheimer kann in jedem Alter auftreten, ist aber am häufigsten bei Menschen über 65 Jahren. Es gibt jedoch auch eine Form der Krankheit, die als früh einsetzende Alzheimer-Krankheit bekannt ist und vor dem 65. Lebensjahr auftritt. Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle Gedächtnisprobleme auf Alzheimer hinweisen, und es ist wichtig, bei Anzeichen einer kognitiven Beeinträchtigung einen Arzt aufzusuchen.

Was ist der Grund für Alzheimer?

Alzheimer ist nach wie vor Gegenstand umfangreicher Studien. Die genaue Ursache von Alzheimer-Demenz ist noch nicht vollständig verstanden, aber es wird angenommen, dass eine Kombination aus genetischen, umweltbedingten und lebensstilbedingten Faktoren eine Rolle spielt. Zu den Risikofaktoren gehören das Alter, eine Familiengeschichte der Krankheit und bestimmte genetische Mutationen. Auch Faktoren wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und ein ungesunder Lebensstil können das Risiko erhöhen.

Wie erkennt man Demenz im Anfangsstadium?

Im Anfangsstadium der Demenz können leichte Gedächtnisprobleme und Veränderungen in Stimmung und Verhalten auftreten. Diese können jedoch leicht mit normalen Alterserscheinungen verwechselt werden. Eine genaue Diagnose erfordert eine umfassende medizinische Bewertung, einschliesslich Gedächtnistests und bildgebenden Verfahren des Gehirns.

Was löst Alzheimer aus?

Es gibt keine einzelne Ursache für Alzheimer, aber eine Reihe von Faktoren, die das Risiko erhöhen können. Dazu gehören genetische Faktoren, Alter, bestimmte Gesundheitszustände wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes, und möglicherweise auch Umwelt- und Lebensstilfaktoren. Es wird angenommen, dass die Krankheit durch eine Kombination dieser Faktoren ausgelöst wird.

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