Häusliche Pflege: Die 5 wichtigsten Fragen und Antworten für alle Angehörigen

Alter Mann von einer jungen Frau in der häuslichen Pflege betreut

„Das Älterwerden ist weniger ein Zustand als eine Aufgabe. Löst man jene, so ist das Alter mindestens ebenso schön wie die Jugend“, sagte einst schon der berühmte deutsche Verleger Eugen Diederichs. Mit zunehmendem Alter eines Menschen steigt jedoch die Wahrscheinlichkeit, betreuungs- und pflegebedürftig zu werden.

Viele ältere Personen möchten unabhängig bleiben und nicht in ein Pflegeheim gehen. Verständlich, denn ein schönes Zuhause in der gewohnten Umgebung ist durch nichts zu ersetzen. Leider sind nicht alle Familien in der Lage, ihre Liebsten rund um die Uhr zu unterstützen, vor allem dann nicht, wenn sie nicht in grossen Städten wie Basel oder Zürich wohnen.

Zum Glück gibt es die häusliche Pflege, die Unterstützung für ältere Menschen und Angehörige anbieten. Sie ermöglichen es älteren und pflegebedürftigen Personen, weiterhin in ihrem eigenen Zuhause leben zu können. In diesem Artikel stellen wir Ihnen die verschiedenen Möglichkeiten der Betreuung vor und beantworten die wichtigsten Fragen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist häusliche Pflege?

Häusliche Pflege ist eine Art der Betreuung, die Menschen in ihrem Zuhause erhalten, ausserhalb von teil- oder vollstationären Einrichtungen. Diese Art der Pflege kann alles umfassen, von der Hilfe beim Baden und Anziehen bis hin zur Zubereitung von Mahlzeiten und dem Einkaufen von Lebensmitteln. Häusliche Pflege ist eine gute Option für Personen, die in ihrem eigenen Zuhause bleiben möchten, aber Unterstützung bei alltäglichen Aufgaben benötigen.  

Welche Vorteile bietet häusliche Pflege?

Vorteile für Pflegebedürftige

Die betreute Person profitiert insofern, dass sie weiterhin so unabhängig wie möglich leben kann und dennoch die notwendige Unterstützung erhält. Pflegefachpersonen bieten nicht nur physische Unterstützung, z. B. bei alltäglichen Verrichtungen, sondern auch emotionale und psychologische Hilfe für diejenigen, die sie am meisten benötigen. Dies hilft der mentalen Gesundheit ebenso wie der physischen. Die Forschung hat herausgefunden, dass sich Patientinnen und Patienten schneller von akuten Krankheiten erholen, wenn sie zu Hause gepflegt werden, anstatt in einer medizinischen Einrichtung. Da die häuslichen Pflegekräfte eine kontinuierliche und direkte Betreuung gewährleisten können, kann auch das Management chronischer Krankheiten verbessert werden. Bei der häuslichen Pflege sind Pflegekräfte in der Lage, die Leistungen an die individuellen Bedürfnisse anzupassen. Sie erstellen massgeschneiderte Pläne, die auf die spezifischen Anforderungen zugeschnitten sind und in schwierigen Zeiten einen unschätzbaren Dienst leisten. Davon profitieren nicht nur pflegebedürftige Menschen, sondern auch nahestehende Personen wie Freunde und Verwandte.

Vorteile für Familienmitglieder und Freunde

Die häusliche Pflege hilft Familienmitgliedern, ihren Angehörigen die notwendige Unterstützung und Pflege zukommen zu lassen, ohne dass sie ihren eigenen Alltag drastisch ändern müssen. Eine umfangreiche Serviceleistung bietet die Gewissheit, dass eine sachkundige Pflegekraft immer in der Nähe ist. Dies nimmt den Pflegebedürftigen jegliche Sorgen um ihre Sicherheit. Sie ermöglicht es Angehörigen, Freunden und Bekannten, ihre Lieben zu Hause zu besuchen – so wie sie es immer getan haben – und bietet diesen Trost, Versorgung und Begleitung in vertrauter Umgebung.  

Was ist der rechtliche Unterschied zwischen Pflege und Betreuung?

Die Begriffe „Pflege“ und „Betreuung“ werden im allgemeinen Sprachgebrauch oft miteinander vermischt und gleichgesetzt. Aus rechtlicher Sicht handelt es sich aber um zwei verschiedene Bereiche mit jeweils unterschiedlichen Qualifikationen und Aufgabenbereichen. Diese Unterschiede möchten wir Ihnen kurz näher bringen.

Die Abgrenzung zwischen Pflege und Betreuung ist gesetzlich geregelt, kann sich aber je nach Kanton ändern.  

Welche Möglichkeiten der umfassenden Betreuung stehen Angehörigen zur Verfügung?

Je nach Betreuungsdienst, Service und Unternehmen können Angebote und Dienstleistungen variieren. Wenn Sie auf der Suche nach umfassender Seniorenbetreuung sind, stehen Ihnen in vielen Fällen drei unterschiedliche Möglichkeiten zur Auswahl.

Vollzeitbetreuung

Für viele Senioren hat das Wohnen in der eigenen Wohnung höchste Priorität. Dank Vollzeitbetreuung können sie ihre Unabhängigkeit bewahren und in ihrer vertrauten Umgebung bleiben. Bei dieser Art der Betreuung wohnt eine Betreuerin oder ein Betreuer gemeinsam mit einer zu betreuenden Person unter einem Dach, um situationsspezifisch und sofort helfen zu können. Vergleichbar mit Lebensgemeinschaften.

Teilzeitbetreuung

Bei der Teilzeitbetreuung stehen Personen im Fokus, die zwar pflegebedürftig sind, aber keine Vollzeitpflege in Anspruch nehmen wollen. Diese Dienstleistung bietet Unterstützung für eine bestimmte Anzahl von Tagen im Monat, sodass die Person ein gewisses Mass an Unabhängigkeit und Kontrolle über ihr Leben behalten kann. Quasi in Zusammenarbeit. Teilzeitbetreuung ist für Menschen von Vorteil, die über ein grosses Unterstützungsnetz verfügen, aber mehr Hilfe benötigen, als Angehörige und Freunde bieten können.

Betreuung auf Zeit

In einigen Fällen kann es vorkommen, dass die Betreuung von zu pflegenden Menschen für einen gewissen Zeitraum begrenzt werden soll. Beispielsweise bei Menschen, die nach operativen Eingriffen auf Unterstützung angewiesen sind, bis sie wieder selbstständig auf den Beinen sind. Zeitlich begrenzte Betreuung kann aber auch eine grosse Hilfe für Personen sein, die sich zwar grundsätzlich kümmern möchten, aber irgendwann an ihre Belastungsgrenzen stossen und eine Pause von ihren Pflegeaufgaben einlegen möchten. Beispiele dafür wären Menschen, die einen demenzkranken Angehörigen pflegen.

Was kostet häusliche Pflege?

Aufgrund der individuellen Bedürfnisse lässt sich diese Frage nicht allgemein beantworten. In der Schweiz gibt es jedoch verschiedene Faktoren, die für eine Senkung der Kosten sorgen können. So werden viele Leistungen der Grundpflege von den Krankenkassen übernommen, zumeist handelt es sich um etwa 2 Stunden pro Tag. Zusatzversicherungen übernehmen oft kleinere Beträge für hauswirtschaftliche Leistungen, sofern ein ärztliches Attest vorliegt. Wer für alltägliche Lebensverrichtungen auf andauernde Hilfe und Versorgung angewiesen ist bzw. wer dauernder Pflege oder Überwachung bedarf, hat zudem grundsätzlich Anspruch auf eine monatliche Hilflosenentschädigung. Die Höhe der Beiträge hängt vom Grad der Hilflosigkeit ab und wird von der Spitex geklärt. Die Entschädigung beträgt aktuell 237 CHF, 593 CHF oder 948 CHF pro Monat. Bitte wenden Sie sich hierfür an Ihren Hausarzt.

Häusliche Pflege: Holen Sie Informationen ein und wählen Sie einen Dienstleister, der Ihren Bedürfnissen gerecht wird

Häusliche Pflege ist eine gute Möglichkeit, um Unabhängigkeit und die Qualität des eigenen Lebens so lange wie möglich zu erhalten. Verschaffen Sie sich einen Überblick. Es ist wichtig, einen Dienst zu finden, bei dem Sie sich wirklich wohlfühlen. Vergewissern Sie sich, dass der Anbieter über einfühlsames und qualifiziertes Personal verfügt, das den Beruf wirklich gelernt hat.

Für weitere Fragen und einen genaueren Einblick in den Bereich Pflege und Betreuung stehen Ihnen die Expertinnen von Betreuung-Spezialist jederzeit zur Verfügung. Mit einem Klick auf die URL landen Sie direkt auf der Seite und können sich umgehend weiter informieren oder direkt Kontakt aufnehmen.

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Beitrag von

Rainer Perprunner

Geschäftsführer und Ansprechpartner für alle Fragen rund um die 24-Stunden Betreuung. Rainer verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung im Personalmanagement und ist seit 2015 im Bereich der Vermittlung von Betreuungskräften für die Live-in-Betreuung von pflegebedürftigen Menschen, die zu Hause betreut werden möchten, tätig. Als Spezialist in allen Fragen der Vermittlung und Betreuung verfügt er über umfassende Kenntnisse in allen rechtlichen, administrativen und organisatorischen Aspekten der häuslichen Betreuung.

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